Spikeball - der Trend den ihr unbedingt ausprobieren müsst

Habt ihr schon einmal einen kleinen, runden Netz-Rahmen auf dem Boden gesehen, um den herum vier Personen wild herumspringen? Dann habt ihr wahrscheinlich Spikeball beobachtet und vielleicht habt ihr euch genau wie wir gefragt, was das eigentlich für ein Spiel ist. Es sieht ein bisschen chaotisch aus, macht aber unglaublich viel Spaß. Wir haben uns das Spiel mal genauer angeschaut!

Spikeball wurde 1989 vom amerikanischen Spielzeugmacher Jeff Knurek erfunden, verschwand aber nach kurzer Zeit wieder in der Versenkung. Erst 2008 entdeckte ein gewisser Chris Ruder das Spiel auf einem Strandurlaub in Hawaii neu und war sofort begeistert. Passanten blieben stehen und fragten neugierig, was das eigentlich sei. Genau das gab ihm die Idee: Dieses Spiel muss zurück! Er gründete Spikeball Inc. und begann, das Spiel neu zu vermarkten. 2015 trat er dann mit seinem Team in der bekannten US-Fernsehshow „Shark Tank" auf und seitdem kennt es fast jeder. Heute gibt es weltweit Turniere, und auch in Deutschland wird Spikeball immer beliebter, besonders an Stränden, in Parks und auf Schul- und Vereinsfesten.

Aber wie funktioniert das Ganze eigentlich? Gespielt wird zwei gegen zwei, also vier Spieler insgesamt. In der Mitte liegt ein kleines, trampolinähnliches Netz auf dem Boden. Zu Beginn stellen sich die beiden Teams einander gegenüber, jeweils links und rechts vom Netz. Ein Spieler beginnt mit dem Aufschlag: Er schlägt den Ball so aufs Netz, dass er zum gegnerischen Team abprallt. Ab diesem Moment darf jedes Team den Ball bis zu dreimal berühren, um ihn wieder aufs Netz zu spielen ähnlich wie beim Volleyball, nur eben ohne Netz in der Luft, sondern mit einem auf dem Boden. Die Pässe untereinander können mit jeder Körperstelle gespielt werden, also mit den Händen, Armen oder sogar dem Kopf.
Und jetzt kommt das Besondere: Sobald der Ball das Netz berührt hat, gibt es keine festen Seiten mehr. Alle vier Spieler bewegen sich frei um das Netz herum, in jede Richtung. Das ist auch der Grund, warum es von außen so chaotisch aussieht! Man muss ständig aufpassen, wo der Ball hingeht, blitzschnell reagieren und gleichzeitig seinem Mitspieler nicht im Weg stehen. Einen Punkt bekommt man, wenn der Gegner den Ball nicht mehr regelgerecht zurückspielt, zum Beispiel, weil er den Boden berührt, den Rand des Netzes trifft oder das Team mehr als drei Berührungen braucht. Gespielt wird bis 15 oder 21 Punkte, mit mindestens zwei Punkten Abstand.

Was wir außerdem super an Spikeball finden: Man kann es wirklich überall spielen. Am Strand, auf dem Rasen, im Park egal. Das Netz ist klein, leicht und in wenigen Minuten aufgebaut. Kein langes Vorbereiten, keine komplizierten Regeln. Einfach hinstellen und losspielen. Wir haben es natürlich selbst ausprobiert und können euch sagen, dass es echt Spaß macht. Am Anfang fliegt der Ball öfter mal in die falsche Richtung, aber nach ein paar Runden hat man den Dreh raus. Also: Schnapp dir drei Leute, stellt das Netz auf und legt los. Ihr werdet es nicht bereuen!
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