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Home Tipps gegen Langeweile KW 17 / 2
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Maiwanderung

Ein bisschen Frühling, ein bisschen Wandern und ein bisschen Geschichte bietet unser heutiger Tipp. Es ist der 1. Mai und viele gehen an diesem Tag wandern. Also schnappt euch auch heute die Familie und geht ein wenig nach draußen.

Wir stellen euch eine kurze, aber sehr interessante Strecke hierzu vor. Der Stadtberg ist ein toller Berg in Hildburghausen mit vielen geschichtlichen Hintergründen. Die Wege sind gepflegt und gut zu Fuß begehbar. Unterwegs könnt ihr sehen, wie die Blätter aus den Bäumen sprießen und die zahlreichen Leberblümchen aus dem Boden wachsen.

Starten könnt ihr am Georgeneck. Hier geht ein Weg an einer Wiese entlang nach oben direkt in den Wald. Gleich zu Beginn gibt es noch eine Menge Bärlauch, der leider schon bald das Ende seiner Erntezeit erreicht. Es geht eine Treppe hinauf für die schnelleren unter euch. Alle anderen können auch einfach den Weg entlanglaufen.

Dann geht der Weg weiter nach links in Richtung Dunkelgräfin-Grab. Dort entdeckt man eine erste Anlaufstelle: den Schulersberg. Dies ist ein ehemaliger Berggarten, der um 1785 genutzt wurde. Ein Mann aus Gussio (Johann Vincenz aus Italien) baute hier ein Gartenhaus – das sogenannte Gussiosche Haus. Dieses Haus hob sich ganz besonders von den anderen Häusern der Zeit ab. Sehr individuell war die von Arkaden eingefasste Terrasse. Nach dem Tod des Mannes, im Jahr 1813, verkaufte seine Frau den Berggarten an Christian von Schuler. Deshalb ist das Haus heute als Schulersberg bekannt.

Unser nächstes Ziel ist das Grab der Dunkelgräfin. Die Dunkelgräfin war eine mysteriöse Dame, welche am 7.Februar 1807 in Hildburghausen ankam. Sie und ihr Mann, welcher sich Vavel de Versay nannte, führten eine Art Einsiedlerleben in Hildburghausen. Nach einer Weile zogen sie in das Schloss in Eishausen. Die Gräfin war stets verschleiert und niemand bekam ihr Gesicht zu sehen. Sie starb am 25. November 1837 und wurde wie gewünscht am Stadtberg begraben. Um sie gab es auch nach ihrem Tod noch viel Aufsehen. Viele Forscher und Schriftsteller nahmen an, dass es sich bei der Dunkelgräfin um die Madame Royal handelte, die Tochter des König Ludwig XVI und seiner Frau Marie Antoinette. Dieses Ergebnis wurde mittlerweile widerlegt. Die gefundene DNA stimmt nicht mit der der Familie von Marie Antoinette überein. Der Graf war der Sohn einer holländischen Patrizierfamilie, Leonardus Cornelius van der Valck. Doch wer die mysteriöse Frau war, bleibt bis heute noch weitestgehend ungeklärt.

Nun kann man entweder den langen und angenehmeren Weg nach links wählen. Hier geht es sachte bergauf und man kann durchaus die Kinder im Bollerwagen hinterher ziehen. Der andere Weg geht rechts neben dem Grab eher gerade nach oben. Man kommt auf dem Hauptweg wieder raus und kann hier nach rechts in Richtung Bismarckturm gehen, welcher unser nächstes historisches Ziel dieser Wanderung ist. Dieser befindet sich auf dem höchsten Punkt des Berges auf 496 Metern. Dort wurde der Turm 1882 auf Initiative des Verschönerungsvereins gegründet. Der 15 Meter hohe Turm wurde im Jahr 1905 aufgrund des 90.Geburtstags des ehemaligen Reichskanzlers Fürst Otto von Bismarck auf dessen Namen getauft. Nach 1957 war der Stadtberg Teil des Sperrgebietes und wurde zur sowjetischen Luftraumüberwachung genutzt. Durch überwiegend private Sponsoren konnte man den Turm 1997 sanieren und den schönes Rundumblick für jedermann wieder möglich machen. Heute laden ein schönes Plateau und eine Sitzgelegenheit zum Verweilen und Genießen ein.

Bergab haben wir den Weg über die Nonnes-Ruh gewählt. Hierzu braucht man nur der Beschilderung folgen. Leider haben wir nur wenige Information zur Stätte selber gefunden. Die Ruh wurde vor ca. 100 Jahres zu Ehren des Kommerzienrats Nonne durch den Verschönerungsverein erbaut.

Unsere Route endet hier. Man kann durch den Wald zurück zum Georgeneck laufen oder nach unten in den Ortsteil Wallrabs und von dort aus die Straße entlanggehen.

Wir haben ein tolles Foto auf dem Plateau des Stadtberges an dem Wegweiser geschossen. Wenn ihr uns auch ein solches Foto mit euch und dem Wegweiser schickt, bekommt jeder eine kleine Überraschung. Ihr könnt das Foto per Mail ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) oder über Facebook senden.

Viel Spaß beim Wandern!

 

Spruch des Monats Mai

"Die eigentliche Entdeckung besteht nicht darin, Neuland zu finden, sondern mit neuen Augen zu sehen."

- Marcel Proust -

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