Sinnvoll genutzt

Habt ihr vielleicht noch euren Weihnachtsbaum stehen? Oder liegt er schon im Garten und ihr müsst ihn noch entsorgen? Dann haben wir eine tolle Idee, was man damit machen kann – zumindest mit einem Teil davon. Viele von euch denken jetzt eventuell an den berühmten Quirl. Dieser ist es aber nicht.
Ihr braucht für unseren Tipp einen Teil der Spitze des Baumes. Nicht ganz oben, sondern den Teil unter der ersten Gabelung. Hier ist der Stamm schon ein wenig stabiler. Ihr seht auf unseren Bildern, was genau wir hier herausgenommen haben. Außerdem benötigt ihr einen Akkubohrer mit einer Schraube, etwas Bast, einen alten Untersetzer von einem Blumentopf und ein Messer. Falls ihr habt auch gerne etwas Weidenäste.

Nun werden zuerst von eurem Stück Baum die Nadeln und die Rinde entfernt. Hierzu könnt ihr das Messer zur Hilfe nehmen. Anschließend wird um die Äste der Gabelungen der Bast gewickelt. Entweder wickelt ihr diesen bis zum Ende bzw. der gewünschten Größe oder nehmt, wie wir, noch ein paar Weideäste dazu. Diese bilden den Abschluss des Daches und machen das Häuschen noch ein bisschen stabiler. Die überstehenden Äste werden abgeschnitten.

In den kleinen überstehenden Teil Stamm oberhalb des Daches bohrt ihr ein Loch und schraubt, wenn vorhanden, noch einen Haken hinein. Habt ihr keinen zur Hand, könnt ihr auch einfach durch den Stamm ein Loch bohren und fädelt eine Schnur hindurch. An die Unterseite des Stammes wird nun der alte Untersetzer geschraubt. Dieser dient als Futterbehälter. Wenn es alles verschraubt und befestigt ist, seid ihr schon fertig. Sucht euch einen geeigneten Ort, um das Häuschen aufzuhängen. Dann nehmt ihr noch ein wenig Vogelfutter und gebt es in den Untersetzer – fertig!

Vogelhäuser und Nistkästen wurden übrigens von Sittich Hans von Berlepsch erfunden. Die Idee dazu kam während des 19. Jahrhunderts. Schon damals gingen die Artenvielfalt und Anzahl der Vögel zurück. Die Gründe damals wie heute: Veränderung der Landwirtschaft, Industrialisierung und Bevölkerungswachstum. Sittich (ja, das war wirklich sein Vorname) war ein Tierliebhaber durch und durch. Bereits als zehnjähriger notierte er erste Vogelbeobachtungen in seinem Tagebuch. Er schlug später die Laufbahn eines Offiziers ein und hatte fortan genug Zeit für Natur und Reisen. Als er im Dschungel des Amazonas umherreiste, entdeckte er Orte, an welchen besonders viele Vögel auf einem Haufen waren. Diese waren meistens im dichten Gebüsch. Als er wieder zurück in Deutschland war, versuchte er seine Beobachtungen hier umzusetzen. Er lies alle möglichen Bäume und Büsche so kräftig zurückschneiden, dass sie neue und dichtere Triebe bildeten. Nach weiteren 15 Jahren experimentieren und forschen, entstand die Berlepsche Nisthöhle als „Mutter“ der heutigen Nistkästen. Nicht nur das, er hatte auch die Ursprungsidee für die heutigen Meisenknödel. Durch seine Forschungen fiel ihm nämlich auf, dass Vögel im Winter auf Fett angewiesen sind.

Also unterstützt unsere Vögel im Winter und gebt ihnen ein klein wenig Schutz und Nahrung in eurem Garten. Viel Spaß! ????

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Tipps gegen Langeweile 2026 KW 5


