Auf die Schneebahn

Am 06. Februar starteten die Olympischen Winterspiele in Cortina und Milano. Diese gehen nun bis zum 22. und wie immer gibt es spannende Wettkämpfe in diversen Wintersportarten zu sehen. Gleich im Anschluss geht es ab dem 06. März weiter mit den Paralympischen Winterspielen. An diesen beiden Wettkämpfen werden mehr als 3500 Athleten aus 93 Ländern der ganzen Welt erwartet. Es gibt auch zwei Maskottchen für die Winterspiele: Milo und Tina – wegen Cortina und Milano. Zu den Sportarten, die dort ausgeführt werden, zählen unter anderem Biathlon, Bob, Eishockey, Nordische Kombination, Ski Alpin oder Skispringen.

Eine Sportart beleuchten wir euch heute ein wenig näher – Bob! Dieser Sport wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts in der Schweiz, jedoch von Engländern, entwickelt. Verwandt ist Bobsport mit Skeleton und dem Rennrodeln. Der erste Bob bestand aus zwei Schlitten, welche hintereinander unter einem Brett montiert wurden. Der vordere Teil war hier steuerbar. Als Bremse wurde eine einfache Harke genommen. Nachgebaut wurde das ganze mit Stahl in Friedrichroda, ja, bei uns in Thüringen. Und auch die erste Europameisterschaft gab es in Thüringen im Jahr 1935, nämlich in Ilmenau. Die ersten Bahnen waren mehr oder weniger vereiste Waldwege, welche nur durch hohe Schneebanden begrenzt waren. Hierbei gab es auch öfter man Knochenbrüche, weil die Bobs aus der Bahn geflogen sind. Deshalb wurden sie im Laufe der Zeit ausgebaut und planmäßig, künstlich angelegt. Ziel bei dem Sport ist es, so schnell wie möglich die Bahn heil runter zu kommen. Wer die beste Zeit hat, hat gewonnen. Bobfahren gibt es als Einzelwettkampf, aber auch als Mannschaftswettkampf, bei welchem die Sportler in einem zum Beispiel Viererbob die Bahn herunterfahren.

Wir haben eine kleine Bob-Bahn nachgebaut. Nicht aus Eis und nicht für einen Bob, sondern eine Schneekugelbahn. Jedoch braucht man hier ähnliche Gegebenheiten wie bei einer Bob-Bahn: Kurven müssen durch Banden verstärkt werden, es muss steil genug sein, dass die Kugel auch rollt, Hindernisse auf der Strecke müssen beseitigt werden und am Ziel muss man Platz zum Bremsen haben. Dafür hatten wir einen riesigen Schneeberg und eine Kugel, welche von der Größe her einem Tennisball gleicht. Dann haben wir zuerst den Start gewählt und dort versucht, eine geeignete Strecke zu bauen. Hierzu kann man den Ball selber nehmen oder die Hände und eine Schaufel. Es hat wirklich viele Anläufe gebraucht, bis der Ball problemlos durch die Bahn gekommen ist. Er ist rausgeflogen, stecken geblieben oder einfach stehen geblieben, weil er zu wenig Schwung hatte. Am Ende haben wir es aber geschafft! Unsere Bahn hatte sogar einen kleinen Tunnel. Die Kinder hatten Spaß dabei und Kreativität sowie Köpfchen sind gefragt – Viel Spaß!

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