Kreissportbund Hildburghausen e.V.

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Home News - Archiv Archiv 2014 Interview Sporthelfer

Unternehmer fördern die Ausbildung junger Sporthelfer

Im THÜRINGENSPORT, der Zeitschrift des LSB Thüringen, ist in der letzten Ausgabe Nr. 03/2014 auch ein Interview zum Pilotprojekt des Kreissportbundes Hildburghausen. Aufgrund der Aktualität finden Sie hier ebenfalls den Wortlaut:

Ernst Haberland im Interview zum Pilotprojekt im KSB Hildburghausen

Im Kreissportbund Hildburghausen läuft gerade ein Projekt mit Potential zum Nachmachen. Unternehmen übernehmen die Kosten für die Ausbildung von Sporthelfern. Pro Schüler sind das gerade einmal 70 Euro, der Effekt für den Sport und die Wirtschaft ist unbezahlbar. Ziel ist es, dass die „Nachwuchs-Übungsleiter“ im Alter zwischen 14 und 18 Jahren von Anfang an im Vereinssport Verantwortung übernehmen. Dass zudem der Sport Charakterzüge fördert, die auch im späteren Berufsleben helfen, weiß Unternehmer Ernst Haberland, Inhaber eines Verlages in Suhl und Gründungsinitiator der „Mittelstands-Akademie Made in Germany“.

Herr Haberland, die Mittelstands-Akademie unterstützt die Ausbildung zum Sporthelfer, warum?

Die Jugendlichen, die Schüler bekommen mit der Ausbildung ein Stück Verantwortung in die Hand. Sie erfahren, was sie können und wie sich „verantwortlich sein“ anfühlt. Das stärkt ihr Vertrauen in sich selbst. Und: Sport formt Charakterzüge, die auch im Berufsleben wichtig sind.

Das klingt, als wüssten Sie das aus eigener Erfahrung...

Ja, ich habe selbst viele Jahre aktiv Sport getrieben und bin auch Marathon gelaufen. Der Sport kann einem viel geben. Er schafft Erfolge, Selbstvertrauen und man spürt, dass es sich lohnt, auf ein Ziel hinzuarbeiten. Wenn Sie so wollen, trägt Sport zur Sinnfindung des Lebens bei. Mal nach rechts und links schauen, sich mal fragen: Was bringt es dem Anderen, nicht nur mir selbst? Das alles kann Sport im Verein vermitteln.

Was sagen Unternehmen, wenn Sie Ihnen von dem Projekt erzählen?

Die sagen: Das geht in die richtige Richtung. Das bringt einen Nutzen für die Zukunft. Hier wird Bildung nicht nur für die Statistik gemacht. Den Schülern steht die Welt offen. Der Sport, die sportliche Betätigung im Wohnumfeld oder im Sportverein bereichern das Leben und sind mögliche Klebefaktoren“ für Thüringen. Und die Aufmerksamkeit wird vom Monetären zum Miteinander und auf Leistung gelenkt. Viel zu oft und zu zahlreich befinden sich Menschen in der Zuschauerposition. Ein Jugendlicher, der wartet, dass die große Chance zu ihm kommt, wartet oft vergebens. Heute zählt: Nur wer aktiv ist, mitgestaltet und die Dinge selbst in die Hand nimmt erhöht seine Chancen auf Erfolg im Leben. Sport hat eine wichtige lenkende Funktion bei der Herausbildung solcher Charaktereigenschaften wie: Leistungsbereitschaft, Leistungswille, Verlässlichkeit, Teamgeist, Stolz und Ehre, Ausdauer und Disziplin

Das bedeutet konkret für die Sporthelfer-Ausbildung?

Was in diese Ausbildung investiert wird, bleibt im Lande und kommt den Akteuren vor Ort zu Gute. Denn nur, wer dann im Sportverein, in der Schule, im Kindergarten oder seinem Wohnort auch tätig wird, kommt in den Genuss einer für ihn kostenfreien Ausbildung. Und im Idealfall
wird der junge Sporthelfer oder die junge Sporthelferin im nächsten Schritt zum Übungsleiter.

Das Pilotprojekt ist in Hildburghausen gestartet. Wie ist Ihr Resümee?

Dieses Pilotprojekt steht exemplarisch für die Region. Es ist ein gutes Beispiel, bei dem alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Es gibt nicht einfach nur jemand Geld. Das Projekt hat eine konstruktive Seele“ und wird organisatorisch, personell und finanziell von allen Beteiligten getragen – vernetzt zwischen Sport, Freizeit, Schule, Elternhaus und Unternehmen. Ich hoffe, dass das weitergetragen wird, dass es Schule macht – gern auch über die Grenzen der Region und Thüringens hinaus.

Interview: Anke Schiller-Mönch

 

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